Lautheit bei der ARD Live Übertragung

Infografik zum Thema ARD-Tonprobleme mit einem Kameramann im Fußballstadion von hinten. Im Vordergrund steht der Text „Lautheit bei der ARD Live Übertragung – Warum der richtige Pegel den Unterschied macht.“. Rechts oben ist eine Audio-Welle mit Lautsprecher-Symbol zu sehen, darunter eine Anzeige mit dem Wert „Lautheit -23 LUFS“.

Automatisiert ins Abseits – Warum der Ton bei ARD-Liveübertragungen im Stereo Modus (HiFi Anlage) absäuft

Die Zeiten, in denen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch echtes Handwerk im Vordergrund stand, scheinen gezählt. Wer gestern Abend das Fußballspiel Deutschland – Griechenland eingeschaltet hat, immerhin rund 11 Milionen, wunderte sich sicherlich wieder über den stumpfen, leisen Live-Ton im Stereo-Modus, gefolgt von der brüllend lauten Studio-Moderation bzw. der Tagesthemen.

Warum ist das so? Wir haben mit Hartmut Kehr gesprochen. Er war 25 Jahre lang als Tonmann bei der ARD tätig und betreibt heute den „Webseitenservice Thüringen“ (welo-tv.de) in Weimar.

Das Interview: „Ein Mensch in der Regie würde diesen Fehler direkt erkennen

Frage: Wenn man gerade das UEFA-Spiel im Fernsehen verfolgt, fällt auf: Schaltet die ARD live ins Stadion, wird der Ton im Stereo-Modus plötzlich deutlich leiser. Geht es zurück ins Studio oder in die Werbung, fliegen einem fast die Ohren weg. Was läuft da schief?
 
Hartmut Kehr: Das Problem ist das starr automatisierte Festhalten an der sogenannten Lautheitsnorm EBU R 128. Die ARD ist gesetzlich dazu verpflichtet, das Ausgangssignal nach dieser Norm zu pegeln. Das Problem ist nur: Diese „dusselige Norm“ und die dazugehörigen Algorithmen wurden für klassische Filme oder Studio-Sendungen gebaut, versagen aber beim Live-Sport völlig. Natürlich betrifft das nur Nutzer die den Ton des Fernehgerätes über eine HiFi-Anlage abhören. Im Soundbar- oder Lautsprechebetrieb des TV, ist der Unterschied wahrscheinlich nicht so extrem unterschiedlich.  

Warum die EBU R 128 im Stadion versagt

Frage: Inwiefern versagt die Technik live im Stadion?

Hartmut Kehr: Bei einer Live-Übertragung hast du permanent das laute Grundrauschen und das Jubeln des Stadions im Hintergrund – die Atmosphäre. Die R-128-Messgeräte registrieren durch diesen Dauerschall ein mathematisch „lautes“ Signal. Um den vorgeschriebenen Zielwert von -23 LUFS nicht zu überschreiten, regelt das System das Gesamtsignal inklusive des Kommentators herunter.
Schaltet die ARD zurück ins ruhige Studio, fehlt diese Stadion-Atmo. Das Signal besteht fast nur aus Sprache und kann viel „heißer“ eingepegelt werden. Subjektiv wirkt das Studio dadurch sofort massiv lauter, obwohl beide technisch denselben Normwert erfüllen. Ein erfahrener Tonmann würde das mit Gehör und Fingerspitzengefühl sofort ausgleichen. Aber das menschliche Gehör wird in der Sendeabwicklung schlicht wegrationalisiert.
 

Totale Automatisierung: Das Ende der gewohnten Qualität?

Frage: Du hast zweieinhalb Jahrzehnte lang den Ton bei der ARD mitgestaltet. Wie blickst du auf die aktuelle Entwicklung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk?

Hartmut Kehr: Die totale Automatisierung und die unglaublichen Sparmaßnahmen beim ÖRR sorgen dafür, dass wir in Zukunft keine Ton- und Bildqualität mehr geliefert bekommen, wie es einmal war. Qualität entsteht durch gut ausgebildete Fachleute vor Ort und in den Regien, nicht durch den billigsten Software-Algorithmus. Wenn an der falschen Stelle gespart wird, leidet das Handwerk massiv. Ich denke ganz ehrlich: Die ARD wird es in dieser Form in 10 Jahren nicht mehr geben. Die Reform- und Sparzwänge zerlegen das System von innen heraus. 

Vom EB Mischpult zum Webdesign: Präzision bleibt Handwerk

Frage: Heute nutzt du dein Auge fürs Detail und deine technische Expertise für ein anderes Handwerk: Du gestaltest und pflegst Webseiten für Start-ups, Künstler und Unternehmen in Thüringen. Gibt es Parallelen zwischen der Arbeit am Mischpult und modernem Webdesign?
 
Hartmut Kehr: Absolut. Am Mischpult wie im Webdesign gilt: Der erste Eindruck entscheidet, und alles muss perfekt abgestimmt sein. Barrierefreiheit, sauberer Code und ein strukturiertes Layout brauchen am Ende genauso ein präzises Auge und Erfahrung wie eine gute Sendung ein gutes Ohr. Wer am falschen Ende spart – ob beim Ton oder beim Internetauftritt –, verliert am Ende sein Publikum oder seine Kunden. Genau deshalb setzen wir bei welo-tv.de auf echtes digitales Handwerk statt auf fehlerhafte Automatisierung von der Stange. 

Fazit - Lautheit bei ARD live Übertragung

Dieser Beitrag wurde als Test mit Google Gemini erstellt. Der Prompt wurde von mir auf Tatsachen meiner Erfahrungen im Audio/TV/HiFi Sektor geschrieben. Ausschlaggebend für diesen Beitrag war das unrühmliche Fußballspiel Deutschland – Griechenland am Sonntag 27.9.2026. Im Dolby Surround 5.1. und Dolby Digital Modus alles sauber, aber im Stereo Modus der gesamte Ton viele zu leise.

Automatisierung von der Stange betrifft nun ja auch die Webdesigner in Deutschland. Viele Webhoster (wohl alle) bieten KI Modelle an, die Webseiten in Minuten erstellen. Auf diese Entwicklung bin ich sehr gespannt. Ohne Vorkenntnisse  eine Firmen Homepage mit KI bauen zu lassen bietet sicher keinen Mehrwert für das eigene Unternehmen.